Sneaker kaufen in den USA

29Mai08

Es kann wohl niemand abstreiten, dass der deutsche Sneakermarkt im internationalen Vergleich nicht wesentlich besser abschneidet als unsere Basketball-Nationalmannschaft. Hegt man gewisse Wünsche an Sneakers oder ist sogar auf der Suche nach einem etwas rareren Modell, stellt man schnell fest, dass sich mit dem Verlassen der .de-Domains ein Sneaker-Paradies auftut, dessen Früchte nur noch gepflückt werden müssen.
Wer jedoch beispielsweise schon einmal Sneaker in den USA bestellt hat, wird sich mehr oder weniger freiwillig mit dem deutschen Zoll beschäftigt haben. Um eventuelle bösen Überraschungen bei dem gerade sehr verlockenden Dollar-Kurs vorzubeugen, möchte ich euch kurz darauf hinweisen, was es zu beachten gibt.

Grundsätzlich gibt es drei Wege:

a) Ihr kauft sie ganz normal im Ausland ein, z.B. in Onlineshops oder ebay.com

b) Ein Freund schickt sie euch als Geschenk

c) Ihr kauft sie erst im Dezember

In den ersten beiden Varianten kommt das Päckchen nicht direkt zu euch, sondern ihr bekommt einen Brief mit dem Hinweis, es beim ansässigen Zollamt abzuholen. Ihr werden darauf hingewiesen, Zahlungsbelege etc. mitzubringen, die ihr logischerweise jedoch nur im Fall a) besitzen könnt.

Eines vorweg: Fall a) ist definitiv die teuerer Variante, es sei denn der Gesamtwert der Sendung liegt unter 22 € (”Sendung mit geringem Wert”). Falls nicht wird auf den Gesamtwert der Sendung, d.h. Preis der Schuhe + Versand neben der normalen Umsatzsteuer (19,5%) ein Einfuhrzoll erhoben, der je nach Schuhart variieren kann, aber problemlos in Höhe von 16% liegen kann. Ein Rechenbeispiel: ihr zahlt umgerechnet 80 € für Sneaker, 20 € Versand, d.h. Umsatzsteuer und Einfuhrzoll werden auf die 100 € berechnet. Ihr könnt also mit mindestens 35-40 € extra rechnen.

Fall b): gegen die weitläufige Meinung, Geschenke aus dem nichteuropäischen Ausland seien generell einfuhrabgabenfrei, werden bei einem Gesamtwert der Sendung über 45 € auch hier Einfuhrabgaben erhoben. Liegt der Wert der Sendung darunter und ist die Sendung als Geschenk deklariert, fallen keine Gebühren an.

Nicht wirklich rosig, doch es sind bessere Zeiten in Sicht: Ab dem 1. Dezember 2008 soll der Zollfreibetrag von 22 € auf 150 € angehoben werden. Legt euch also schon mal ein bisschen was zurück :-)

having |

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